Informationen über den Ablauf einer psychotherapeutischen Behandlung


Weiter unten finden Sie einen Überblick über die benötigten Dokumente zur Therapieanmeldung und den Flyer mit zusätzlichen Informationen.

Therapieanfrage, Psychotherapeutische Sprechstunde und diagnostische Untersuchung

Bei Interesse an einer Therapie laden Sie sich
das Therapieanfrageformular herunter oder fordern Sie es in Ausnahmefällen postalisch im Sekretariat an (03834 420 3738). Nach Rücksendung dieses Bogens an uns erhalten sie zeitnah einen Link zum Eingangsfragebogen (einschließlich Eingangsdiagnostik), den Sie bequem online ausfüllen können. Auf Wunsch senden wir Ihnen die Unterlagen auch in der Papierversion zu.

Anschließend erhalten Sie einen Termin für die Psychotherapeutische Sprechstunde bei einem approbierten Therapeuten. Diese dient der Einschätzung der Frage, ob eine Behandlung bei uns sinnvoll und möglich ist, wie diese gestaltet werden kann und welche Alternativen in Frage kommen.

Der Eingangsfragebogen enthält eine Reihe von Fragen zu Ihrem Therapiewunsch. Diese Informationen helfen uns, die Psychotherapeutische Sprechstunde, das Erstgespräch bei Ihrem Behandler oder Ihrer Behandlerin, sowie die nachfolgenden diagnostische Untersuchung entsprechend Ihrer individuellen Situation zu planen und durchzuführen.

Sämtliche Angaben werden selbstverständlich streng vertraulich behandelt. Um die Lesbarkeit Ihrer Angaben im Therapieanfrageformular sicherzustellen, schreiben Sie bitte in Druckbuchstaben.

Bitte lassen Sie uns bei einem Behandlungswunsch die Therapieanfrage einschließlich der Einverständniserklärungen vollständig ausgefüllt und unterschrieben zukommen, damit wir Ihr Anliegen rasch bearbeiten können.


Wie geht es weiter?

Sofern eine Behandlung bei uns geeignet erscheint, gelangen Sie im Anschluss an die Psychotherapeutische Sprechstunde auf unsere Warteliste. Wenn ein Behandlungsplatz frei wird, meldet sich Ihr Behandler oder Ihre Behandlerin telefonisch bei Ihnen und Sie vereinbaren einen Termin zum Erstgespräch. Die Wartezeit kann die je nach Zeitpunkt des Ersuchens und Verdachtsdiagnose unterschiedlich sein kann.
Im Erstgespräch wird der oder die Behandler*in einen ersten persönlichen Eindruck in Ihre Problematik und Ihre Erwartungen erhalten. Ihnen soll das Erstgespräch ermöglichen, Ihren Therapeuten bzw. Ihre Therapeutin und die Behandlungseinrichtung kennen zu lernen. Wenn Sie sich dafür entscheiden, von unserem Behandlungsangebot Gebrauch zu machen, wird als nächstes ein Termin für den Beginn der diagnostischen Untersuchung vereinbart. Diese umfasst vier bis fünf Sitzungen. Sie beinhaltet sowohl ausführliche Interviews mit Ihrem Therapeuten bzw. Ihrer Therapeutin sowie spezielle psychologische bzw. physiologische Untersuchungen und Fragebogenverfahren, um Hintergründe und Bedingungen Ihrer Erkrankung genauer eingrenzen zu können. Außerdem findet zur Abklärung somatischer Ursachen eine Untersuchung bei Ihrem Hausarzt bzw. Ihrer Hausärztin statt. Nach Abschluss der Diagnostik wird dann ein Antrag zur Feststellung der Leistungspflicht bei Ihrer Krankenkasse gestellt, sofern Sie dies wünschen.

Besprechung der diagnostischen Befunde und Therapievorbereitung

Sobald eine Zusage Ihrer Krankenkasse vorliegt, wird Ihnen dann in einem weiteren Gespräch auf der Grundlage der Ergebnisse der diagnostischen Untersuchungen mitgeteilt, welche Erkrankung bei Ihnen vorliegt und wie Sie bei uns angemessen behandelt werden können. Hierzu wird Ihnen ein konkreter, auf Ihre persönliche Problemstellung zugeschnittener Therapievorschlag unterbreitet. Außerdem können in diesem Gespräch alle noch anstehenden Fragen organisatorischer oder inhaltlicher Art geklärt werden.

Therapie

Erst nach der Besprechung der diagnostischen Befunde und des Therapievorschlags entscheiden Sie, ob Sie eine Behandlung in der Psychotherapieambulanz beginnen möchten. Bei einer positiven Entscheidung werden Termine für die ambulante Therapie vereinbart. Die Therapie wird immer als Einzeltherapie durchgeführt. Die Therapie wird je nach Erfordernissen des Therpieplans und Ihren zeitlichen Möglichkeiten mehr oder weniger komprimiert gestaltet - die Spanne reicht von Blocks bis zu acht Stunden Therapie pro Tag über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen bis hin zu verteilten Behandlungssitzungen über mehrere Wochen oder Monate. Auch die inhaltliche Gestaltung der Therapie ist auf Ihre individuellen Voraussetzungen abgestimmt und daher für jeden Patienten unterschiedlich. Es werden jeweils die psychotherapeutischen Methoden eingesetzt, die nach dem neuesten Stand der Forschung für die Behandlung des individuellen Problems den größtmöglichen Erfolg versprechen. Bei den Angsterkrankungen haben sich hier die verhaltenstherapeutischen Verfahren besonders bewährt.

Selbstkontrollphase und Abschluss der Therapie

Gegen Ende einer Therapie in der Psychotherapieambulanz gibt es einen Zeitraum, in dem Sie Ihre Therapieerfahrungen im Alltag erproben. Während dieser sogenannten Selbstkontrollphase werden Sie therapeutisch begleitet, um Fortschritte oder auftretende Probleme unmittelbar besprechen zu können. Zum Abschluss dieser Phase wird in einem Gespräch mit dem Therapeuten der gesamte Behandlungsverlauf ausgewertet. Acht Wochen und ein Jahr nach Behandlungsende werden wir noch einmal mit Ihnen Kontakt aufnehmen, um auch den langfristigen Therapieerfolg einschätzen zu können.

Dokument für die Therapieanfrage